
Syphilis ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Nach der Erstinfektion verbreiten sich die Erreger über die Blutbahn im gesamten Körper. Mit ihrer vielfältigen klinischen Ausprägung ist Syphilis oftmals schwierig zu diagnostizieren. Die Behandlung mit Penicillin oder einem anderen Antibiotikum ist problemlos.
Die Anzahl der Erkrankungen ist in den letzten Jahren angestiegen. Im Jahr 2005 wurden 3.210 Syphilis-Erkrankungen in Deutschland registriert. In den Jahren 1995 bis 2000 waren es jährlich nur etwa 1.150 Fälle gewesen. Syphilis gilt als eine so genannte Marker-Erkrankung: Wenn sie sich ausbreitet, trifft dies auch für andere sexuell übertragbare Krankheiten zu.
Die Mehrzahl der Infektionen (70 Prozent) wird durch sexuelle Kontakte unter Männern übertragen. Es besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht bei dem Nachweis des Erregers der Syphilis (Treponema pallidum).